Blütenpollen

Aus der Sicht des Imkers ist der Pollen ein Bienenkraftfutter, das den Nektar ergänzt und die Bienen erst vollwertig mit Eiweißen, Fetten, Kohlehydraten, Vitaminen, Mineralstoffen und Wasser versorgt. Die Bienen sammeln den Pollen zur eigenen Ernährung und zur Aufzucht ihrer Larven. Teils bleibt er beim Nektarsammeln an ihrem Haarkleid hängen, teils wird er von besonderen Pollensammelbienen eingebracht, die den Honig mit den Beinen zu Pollenhöschen am Hinterleib verkleben und so in den Stock transportieren. Ein durchschnittliches Bienenvolk sammelt jährlich 30 bis 60 kg Pollen und „erzeugt“ mit Hilfe dieser Supernahrung ca. 150.000 Bienen. Auf Grund seiner Zusammensetzung aus hochwertigen Nährstoffen und lebenswichtigen Vitalstoffen ist Pollen ähnlich vielseitig wirksam wie Honig. Die Wirkungen der beiden Bienenprodukte überschneiden und ergänzen sich zum Teil. Deshalb erscheint die Einnahme von Pollen in Honig (etwa 30 g Pollen auf 100 g Honig) ideal, weil dadurch die Wirkungen gegenseitig verstärkt werden.

Blütenpollen werden traditionell zur Verbesserung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit eingesetzt. Pollen enthalten 14 verschiedene Arten von essentiellen Aminosäuren, Bausteine des pflanzlichen Eiweiß, das der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann. 100 Gramm Blütenpollen enthalten den gleichen Anteil dieser wichtigen Aminosäuren wie in 500 Gramm Rindfleisch oder 7 Eiern. Blütenpollen sind getrocknet und müssen, damit der menschliche Körper sie verwerten kann, eingespeichelt werden, so dass sie über die Mundschleimhäute aufgenommen werden können. Für eine Kur nimmt man dreimal täglich einen Teelöffel Pollen zu sich.

Inhaltsstoffe

Biene mit Pollenhöschen

Inhaltsstoffe von Blütenpollen

Der Blütenpollen ist reich an Vitaminen: Provitamin A (Augen, Haut), Vitamin D (Knochenbildung), Vitamin B12 (Blutbildung), Vitamin K (Blutgerinnung), Vitamin E und Vitamin C.

Im Pollen findet man weiterhin drei wichtige ungesättigte Fettsäuren (Linol, Linolen-, und Arachidonsäure). Diese hochungesättigten Fettsäuren bewirken die Regelung der Blutfettwerte des menschlichen Organismus. Durch die Verminderung der Blutfettwerte wird Arterienverkalkung und Herzinfarkten wirksam vorgebeugt.

Neben Kohlenhydraten (Fruchtzucker, Traubenzucker) sind auch Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Kalium, Chlor, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Silizium, Mangan, Kupfer und Schwefel enthalten. Auch Enzyme, Hormone, natürliche Antibiotika und Wachstumsstoffe wirken sich positiv auf den Organismus aus.