Bienenwachs

Die von den Honigbienen aus Wachsdrüsen ausgeschwitzten Wachsplättchen haben ursprünglich eine weiße Farbe. Die gelbe Färbung entsteht durch die Aufnahme eines Inhaltsstoffs des Blütenpollens, das Pollenöl, das wiederum den Naturfarbstoff Carotin enthält.

Bienenwachs hat einen hohen Bekanntheitsgrad bei der Kerzenherstellung. Es wird jedoch auch in der Pharmazie und in der Kosmetik verwendet, u. a. als alt bewährter Bestandteil in Salben. Für Polituren und Lasuren auf Naturbasis verwendet man auch wieder Bienenwachs bei der Holzveredelung.

Auf Gebäckpackungen ist gelegentlich vermerkt, dass Bienenwachs als Trennmittel verwendet wurde. Diese Eigenschaft führt zu verblüffenden Ergebnissen: Gebäck jeglicher Art bleibt niemals am Blech hängen, schmeckt besser und hält sich länger frisch. Man bestreicht deshalb das (noch) heiße Blech mit einem kleinen Block aus reinem Bienenwachs. Das Gebäck oder die Plätzchen werden dann auf das erkaltete Blech aufgelegt und wie gewohnt gebacken. Danach präpariert man das heiße Blech gleich wieder mit Wachs für das nächste Mal. Bei der Herstellung von Süßigkeiten auf Gelatinebasis (z. B. Gummibären) wird Bienenwachs als Überzugs- und Trennmittel verwendet. Der Lebensmittelzusatzstoff "Bienenwachs" trägt dann die Bezeichnung E 901.

Traditionell wird Bienenwachs in Medizin und Physiotherapie als Wärmepackung angewendet bei Husten, Erkältungen, Schmerzen der Muskeln und Gelenke. Wachs, zusammen mit Honig gekaut, soll lindernd und heilend auf Heuschnupfen wirken.

Inhaltsstoffe

Biene die Wachs ausschwitzt

Inhaltstoffe von Bienenwachs

Bienenwachs besteht aus Myricin (Anteil ca. 65 Gew-%), einem Gemisch von Estern langkettiger Alkohole und Säuren, das von Palmitinsäuremyricylester C15H31–COO–C30H61 dominiert wird, daneben freier Cerotinsäure C25H51–COOH, Melissinsäure und ähnlicher Säuren (12 %), gesättigter Kohlenwasserstoffe (ca. 14 %), Alkohole (ca. 1 %) und anderen Stoffen (wie bienenartspezifische Aromastoffe) (6 %). Die analytische Charakterisierung des Bienenwachses findet heute in der Regel durch chromatographische Verfahren statt. Insbesondere die Kopplung Gaschromatographie/Massenspektrometrie unter Verwendung von Kapillar-Trennsäulen ermöglicht es, Verfälschungen des reinen Bienenwachses durch billigere Surrogate wie hochmolekulare Paraffine sicher zu erkennen.

Quelle: wikipedia